Welchen Saunaofen sollten Sie wählen? Ein praktischer Leitfaden für jedermann.
Der Ofen ist das Herzstück jeder Sauna – seine Aufgabe ist es, die Temperatur schnell und effizient zu erhöhen und auf einem Niveau zu halten, das ein angenehmes und gesundes Saunaerlebnis gewährleistet. Die Wahl des Ofens hat einen großen Einfluss nicht nur auf die Heizleistung, sondern auch auf die Atmosphäre, die Betriebskosten und die Sicherheit.
1. Ofentypen – was Sie wissen müssen
Auf dem Markt gibt es verschiedene Haupttypen von Saunaöfen, jeder mit seinen eigenen Vorteilen:
Elektrische Heizgeräte sind die beliebteste Lösung für Haus- und Gartensaunen. Sie sind einfach zu installieren, zu steuern und zu warten. Thermostate und Zeitschaltuhren ermöglichen die präzise Einstellung von Temperatur und Betriebszeit ohne Beleuchtung oder ständige Wartung.
Holzöfen sind eine klassische Lösung, die für eine traditionelle Atmosphäre und den charakteristischen Saunaduft sorgt. Sie erzeugen sehr hohe Temperaturen, benötigen aber einen Schornstein, regelmäßiges Nachlegen von Holz und häufigere Wartung.
Gasheizungen sind weniger verbreitet, bieten aber schnelles Aufheizen und niedrigere Betriebskosten. Allerdings benötigen sie einen Gasanschluss und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen.
Infrarotheizungen erwärmen nicht die Luft, sondern geben die Wärme direkt an den Körper ab. Das ist eine gute Lösung, wenn man die Sauna bei niedrigeren Temperaturen genießen und sehr heiße Luft vermeiden möchte.
2. Auswahl der Ofenleistung – die wichtigste Regel
Die Grundregel bei der Wahl eines Saunaofens lautet: Die Leistung sollte dem Saunavolumen entsprechen. Im Allgemeinen sollte man etwa 1 kW Heizleistung pro Kubikmeter Saunavolumen einplanen. Bei Saunen mit großen Fenstern, schlechter Isolierung oder Steinverkleidung empfiehlt es sich, die Heizleistung um etwa 10–20 % zu erhöhen, um eine stabile Temperatur und schnelles Aufheizen zu gewährleisten.
Beispiel:
Sauna mit einem Fassungsvermögen von 6 m³ → Heizgerät mit einer Leistung von ca. 6 kW
Sauna 8 m³ → Ofen ca. 8 kW
Sauna größer als 10 m³ → Ofen 10 kW oder mehr
3. Klassische Elektroherde – empfohlene Modelle
Einige beliebte elektrische Heizgeräte, die sich gut für Haus- und Gartensaunen eignen:
Die Harvia Vega-Serie (z. B. BC45, BC60) mit integrierten Bedienknöpfen und verschiedenen Leistungsstufen (4,5 kW und 6 kW) eignet sich für kleine und mittelgroße Saunen. Dank des großen Steinvolumens entsteht angenehmer Dampf.
Harvia Cilindro – zylindrische Öfen mit einer großen Anzahl an Steinen erzeugen milderen Dampf. Oft gewählt für mittelgroße und große Saunen.
HUUM Drop / HUUM Hive – moderne Heizgeräte mit großer Steinanzahl, oft mit App-Steuerung. Sie erzeugen dichten und gleichmäßigen Dampf.
EOS, Tylo, Amerec – anerkannte Marken, die Elektroöfen von kompakt bis hocheffizient anbieten, mit verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten (mechanisch, digital, Fernbedienung).
4. Holzöfen – wann lohnt sich die Anschaffung?
Holzöfen erzeugen hohe Temperaturen und den unverwechselbaren Duft von brennendem Holz und schaffen so eine traditionelle Saunaatmosphäre. Allerdings benötigen sie einen Schornstein, gute Belüftung und Zugang zu Holz. Die Installation ist aufwendiger als bei Elektroöfen, doch die Wirkung und die Atmosphäre der Sauna sind den Aufwand oft wert.
5. Gasherde – effizient und sparsam.
Gasheizungen zeichnen sich durch schnelles Aufheizen und niedrigere Betriebskosten aus, insbesondere bei intensiver Saunanutzung. Sie erfordern einen Gasanschluss und entsprechende Sicherheitsvorkehrungen. Daher ist es ratsam, vor der Anschaffung einen Fachmann zu konsultieren.
6. Was sollte man bei der Auswahl eines Herdes sonst noch beachten?
Steuerung – Moderne Herde bieten eine elektronische Steuerung oder eine Steuerung per App, was einen höheren Komfort und eine präzisere Einstellung ermöglicht.
Anzahl der Steine – je mehr Steine, desto milder der Dampf und desto länger die Temperatur.
Stromversorgung – Leistungsstärkere Elektroöfen (>6 kW) benötigen möglicherweise eine dreiphasige Stromversorgung (400 V).
Sicherheit – Vergewissern Sie sich, dass der Ofen über die entsprechenden Zertifizierungen verfügt und die Installation gemäß den Anweisungen des Herstellers durchgeführt wurde.
Zusammenfassung
Die Wahl des richtigen Saunaofens beginnt mit der Bestimmung des Saunatyps und seines Volumens. Anschließend sollte die Leistung und der Typ des Ofens den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Elektrische Öfen sind am komfortabelsten und einfachsten zu bedienen, Holzöfen bieten eine traditionelle Atmosphäre, und Gasöfen können bei fachgerechter Installation eine wirtschaftliche Alternative darstellen. Ein passend gewählter Ofen garantiert angenehme Saunagänge und jahrelangen, störungsfreien Betrieb.